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7.
am 17.12.00

    1. FC Nürnberg - Hannover 96von ClubfanHarry
    Nachdem heute als Anreiz alle Fanartikel im Frankenstadion um die Hälfte reduziert waren, konnte man eigentlich mal ein volles Haus in der Spitzenpartie gegen den Tabellendritten Hannover erwarten. Leider kamen aber wieder eine enttäuschende Zuschauerzahl von 26.000. Die Stimmung war allerdings wie fast immer sehr gut. Der DFB hat am heutigen 18. Spieltag 400.000 Rote Karten gg. Gewalt und Rechtsradikalismus in den deutschen Stadien verteilt, die beim Einlaufen der Mannschaften sowohl von Fans als auch von den Spielern hochgehalten wurden. Das war eine tolle Aktion im Kampf gg Faschismus. Das Heft nahm der Club von Anfang an in die Hand. Aber heute waren die Spieler besonders bissig und aggressiv; so als ob sie etwas für das letzte vorlorene Spiel am Millerntor wieder gut zu machen hätten. Nach einem wunderschönen Spielzug vergab Martin Driller alleine vor dem Tor sowie mit einem Flugkopfball, den Sievers durch eine super Parade gerade noch ins Aus lenken konnte. In der 22. Minute konnten die Hannoveraner mit einem Konter durch Linke die 1:0 Führung erzielen. Danach hatten die Roten noch Chancen zu erhöhen, doch einmal war der Pfosten im Weg und einmal ging der Ball nur knapp vorbei. 1 Minute vor Halbzeit konnte der Spitzenreiter allerdings noch den Ausgleich durch Luis Gomis erzielen. Nach der Pause tauchte plötzlich Morinas vor Köpke auf, doch dieser konnte erneut sein Können unter Beweis stellen. Marek Nikl konnt auf 2:1 erhöhen bevor der HSV dann in der 65. Minute ausglich. Es folgten Tore von Driller und Krzynowek zum Endstand von 4:2 für den Club. Aber man muss auch sagen, dass Hannover noch einen Elfmeter bekommen hätte. Doch der Schiri war konsequent, weil die Roten den Ball nicht ins Aus spielten, als ein Clubspieler am Boden lag. Jedenfalls ist jetzt die erste Hälfte der Aufstiegssaison vorbei und man kann frohen Mutes in die Zukunft blicken. Gruß nach Hannover und lasst den Kopf nicht hängen!
6.
am 14.12.00
    SpVgg Greuther Fürth - Hannover 96von ClubfanHarry
    Heute ging´s mal in den ungeliebten Ronhof, denn wenn man sich schon ein Hannover-Trikot ausgeliehen hat und 96 dann auch noch gegen unseren Erzfeind spielt, muss man natürlich live dabei sein, obwohl der Club im DSF übertragen wurde. Das hier mit Hannover der Tabellenzweite spielte schien fast keinen zu interessieren. Im Stadion befanden sich nur 4325 Zuschauer, darunter rund 100 aus Hannover, 4 aus Hamburg und 1 aus Nürnberg! Das Spiel ging gleich richtig los und in der 10.Minute konnte Surmann per Kopf die 1:0 Führung für die Westvorstädter erzielen. Dann spielte sich das Spiel eigentlich bis zur Halbzeit komplett im Mittelfeld ab und richtige Tormöglichkeiten gab es hüben wie drüben keine. In der Pause konnte man dann ein eiskalte Knackwurst erwerben und sich auf der Toilette kurz vor dem Regen schützen. In der 2.Halbzeit wurde das Spiel ein wenig interessanter und der HSV wurde langsam überlegenen. Doch in der 65. Minute gelang Fürth´s Skarabela das vorentscheidene 2:0 ebenfalls per Kopf. Danach ergaben sich mehrere Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Doch keiner traute sich mal vom 16er mal zu schießen. Als sich dann doch mal ein Hannoveraner erbarmte, stand es plötzlich nur noch 2:1 durch einen wunderschönen Volleyschuss aus 15 Metern! Leider kam der Treffer zu spät, so dass die letzten 5 Minuten nur noch eine kleine Zitterpartie für die Kleeblättler wurde. Nachdem es beim 2:1 blieb, ging es direkt in eine Stammkneipe der Spielvereinigung wo man sich wenigsten noch die zweite Halbzeit vom Spiel des Tabellenführers gegen die Kiezkicker anschauen wollte. In der Kneipe wurde man mit einem Heintje-Lied begrüßt und der Ton war ausgeschalten. Na ja an diesem Abend passte einfach nichts zusammen weil der Club auch noch verlor, was aber gg St.Pauli nicht so schlimm war :-) Aber Hannover braucht mit der Leistung von heute am Sonntag gar nicht erst gegen den Club antreten!
5.
am 10.12.00
    1.FC Nürnberg - Alemannia Aachen 6:1von ClubfanHarry
    Nachdem man jetzt von den unbeliebten Sonntagsspielen verschont wurde und die Partie an einem Sonntag stattfand, dachte man eigentlich, dass gegen einen guten und interessanten Gegner diesmal mehr Zuschauer ins Frankenstadion kommen würden. Doch weit gefehlt: Heute waren es nur 17100 die den Weg ins Stadion fanden. Auf alle Fälle hat es sich für diese auch gelohnt und ich bedauere Clubfans, die das tolle torreiche Spiel verpassten! Es ging gleich gut los. In der 7. Minute flankte Frank Wiblishauser von der linken Seite und Lui Gomis stieg hoch und köpfte zum 1:0 ein. Aber nur 3 Minuten später konnte Andy Köpke einen Kopfball nur abtropfen lassen und im Nachschuss war Aachen erfolgreich. Nach einigen Mittelfeldaktionen war es Martin Driller, der eine Flanke von Stoilas per Kopf zum 2:1 verwerten konnte. Wie auch beim 1:0 blieb Aachens Keeper Lenz wie angewurzelt auf der Linie stehen und bei den Toren sah es aus, als handelte es sich um ein Trainingsspiel. Die n&aum;chste Aktion gehörte wieder Martin Driller der per Abschlag von Köpke bedient wurde und allein aufs Tor zulief. Nach dem kleveren Abspiel musste Lui Gomis für sein zweites Tor am heutigen Nachmittag nur das Bein hinhalten und es stand 3:1. Kurz vor der Pause wurde Driller vom Aachener Schlussmann umgerannt, was allerdings nach Fernsehbildern keine Absicht war.
    Nach der Pause lief das Spiel vor sich hin. Chancen gab es auf beiden Seiten z.B. als Hui direkt in die Arme von Köpke köpfte. Aber Nürnberg hatte mehr Spielanteile und man sah guten Kombinationsfussball. In der 73.Minute gelang Driller sein 10 Saisontor, als er im Spiel Mann gegen Mann den Libero ausspielte und vom 16er den Ball über Lenz in Tor zum 4:1 lupfte. Nur 2 Minuten später gelang Christian Möckel das 5:1 als er im Strafraum seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung ausspielte und aus steilem Winkel das 5:1 erzielte. Als wäre das nicht genug gewesen, setzte in der 85.Minute Beliakov mit seinem Tor zum 6:1 den Schlussstrich. Der Schiedsrichter hatte dann auch ein Einsehen mit den Aachenern und pfiff so etwa in der 89.Minute ab. Alles in allem ging der Sieg zwar in Ordnung, allerdings ist die Höhe fraglich. Nichts desto trotz gelang dem Club damit der höchste Saisonsieg. So jetzt kann Hannover nächstes Wochenende kommen.
4.
am 17.11.00
    SSV Ulm - 1. FC Nürnberg
    Gleich nach der Arbeit machten wir uns auf den direkten Weg nach Ulm um den x-ten Auswärtssieg des "Clubs" zu feiern. In Ulm erwarteten uns rund 4000 mitgereiste Clubfans, während das Donaustadion fast ausverkauft war. Die Ulmer hatten viel zu viele Karten für den Gästeblock verkauft. So war man regelrecht glücklich wenn man einen Platz im Aufgangsbereich ergattern konnte wo man andauerd hin und her geschoben wurde. Zum Spiel gegen den Tabellenersten hatte Ulm kurz vor Spielbeginn ein Feuerwerk gezündet und rings ums Stadion brannten Bengalische Feuer auf der Aschenbahn. Das Spiel hatten die Gäste sofort im Griff und von Ulm war im ganzen Spiel nicht viel zu sehen. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe sich die Überlegenheit auszahlte. Driller legte per Kopf auf Möckel zurück, dem aus 16 Metern ein Volleytraumtor gelang. Danach plätschert das Spiel dahin und den wenigen Chancen vom SSV, die Köpke soverän bewältigte, standen mehrere Gelegenheiten der Nürnberger gegenüber. Diese scheiterten aber selbst aus kürzester Distanz am ehemaligen Schlußmann des Clubs und heutigen Ulmers, Hilfiger. Die 2. Halbzeit lief ähnlich wie die erste und so überstand der Club die 90 Minuten und hat nun 33 Punkte und der vorprogrammiert Aufstieg rückt immer schneller näher. Nach Schlusspfiff waren 4000 Leut froh, 3 Punkte entführt zu haben und machten sich auf den Heimweg. Wir blieben allerdings noch kurz im Stadion, liefen über den Platz ( die Sitze auf der Auswechselbank sind echt bequem ) und sprachen mit den Reportern vom DSF. Anschließend machten wir uns dann auch auf den Heimweg und waren froh, wieder in unseren Betten zu liegen. ClubfanHarry
3.
am 12.11.00
    FC St.Pauli - SSV Ulm

    Da ich dieses Wochenende bei Bekannten in Hamburg war, bin ich am Samstag nicht zum Dom sondern 50 Meter weiter zum Millerntor. Heute waren 1460 Zuschauer im Stadion. Das Spiel war sehr interessant und St.Pauli machte das Spiel. Kombinationsfußball wurde sehr gut inszeniert; nur der letzte Pass kam nicht genau an. Allerdings kämpften 11 Spieler und wurden für ihren Einsatz desöfteren mit Applaus bedacht. Mir wurde ganz schön mulmig wenn ich daran denken muss, dass in ein paar Wochen hier der Club um Punkte spielen muss. Von Ulm kam allerdings im ganzen Spiel so gut wie nichts. Nur im Mittelfeld konnten die Schwaben mithalten. Dann zahlte sich endlich auch die Überlegenheit der Kiezkicker in ein Tor um und so war Meggle in der 30. Minute der das 1:0 besorgte. Das Spiel pl&aum;tscherte in der 2.Halbzeit nur so dahin, trotzdem gab es noch 100%ige Torchance, z.B. als Bürger alleine auf den Ulmer Schlussmann stürmte, den Ball aber knapp am Tor vorbei schlenzte. Am Ende waren alle froh und skandierten: "Niemand siegt am Millerntor!" Na ja da bin ich als Clubberer natürlich nicht so recht einverstanden aber mal sehen, ein Unentschieden wäre vielleicht auch nicht so schlecht für beide Teams. So ging dann auch ein schö ;Lner Nachmittag in St.Pauli zu Ende und nächste Woche spielt dann der Club in Ulm und ich hoffe, dass dann viele Nürnberger mitfahren. Es ist zwar bitter für den Tiger Hermann Gerland (wurde mit "Gerland raus!"-Rufen von St.Pauli verarscht wurde)an zwei Spieltagen hintereinander keine Punkte zu holen aber da kann man wohl nix machen?! ClubfanHarry
2.
am 12.11.00:
    NPD-Treffen in Gräfenberg bei Nürnberg - eine Region stellt sich querVON CLUBFANHARRY
    Wie schon letztes Jahr wollen sich Anhänger der NPD in Gräfenberg treffen. Dem Bürgermeister ist es gelungen, dass die Nazis nicht wie letztes Jahr zu dem Kriegsdenkmal pilkern köen und sich auch nicht auf dem Marktplatz versammeln köen. Doch mit Sicherheit werden trotzdem ein paar Faschisten (letztes Jahr rund 100) den Weg nach Gräfenberg suchen und sich dann an den Treppen zum Denkmal versammeln
    Wir müssen ihnen zeigen, dass sie dort, sowie nirgendwo anders, geduldet werden. Jetzt ist die sogenannte schweigende Mehrheit der Menschen gefragt, am Sonntag nach Gräfenberg zu fahren und mit Plakaten oder reiner Brisents zu zeigen, dass sie nur ein ganz kleiner Teil der Menschheit sind, die mit ihren Argumenten (wenn es sie denn geben sollte) alleine da stehen.
    Darum fahrt nach Möglichkeit am Sonntag, den 12.11. nach Gräfenberg !!!
1.
am 09.11.00:
    Aus den Nürnberger Nachrichten vom 3.11.00:
    Veranstaltungen zum Gedenken an Reichspogromnacht Zeichen gegen Gewalt Ein Synogogen-Gottesdienst und eine Lichterkette in Ansbach bei Nürnberg VON ULRICH RACH
    NüRNBERG – Die Region macht mobil gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass, Gewalt und für die Menschenwürde: Bei mehreren Veranstaltungen wird in den nächsten Tagen der Geschehnisse in der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 gedacht. Dieses Gedenken wird verknüpft mit der demonstrativen Ächtung rechtsextremistisch motivierter, fremdenfeindlicher und antisemitischer Straf- und Gewalttaten aus jüngster Zeit. Eine der zentralen Veranstaltungen in Mittelfranken findet am Abend des 9. November in Ansbach statt. Als Organisator tritt die Bürgerbewegung für Menschenwürde auf, die inzwischen von einem breiten Spektrum unterschiedlichster Institutionen und Organisationen getragen wird: beginnend bei den großen Kirchen, den demokratischen Parteien, über die Industrie- und Handelskammer, die Gewerkschaften, bis hin zur Bundeswehr und zu amnesty international. Am Beginn des Abends steht um 18.30 Uhr ein jüdisches Abendgebet in der Synagoge, Rosenbadstraße, Fußgängerzone. Unter den Teilnehmern wird auch der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Arno Hamburger, sein. Vorbeter Benedicto Grabowski gestaltet die Feier. Alle Glocken läuten Im Anschluss daran soll sich ab 19.15 Uhr, ausgehend von der Synagoge, eine Lichterkette durch die Ansbacher Innenstadt bilden. Die Teilnehmer sollen eine Kerze, ein Windlicht oder eine Laterne mitbringen. Um 19.30 Uhr werden die Lichtquellen dann entzündet. Gleichzeitig beginnen für eine Viertelstunde alle Glocken der Stadt zu läuten, während die Teilnehmer schweigen. Abschließend sollen die Menschen in der Lichterkette den Kanon anstimmen: „Herr, gib uns deinen Frieden“. Das Fest klingt mit einem Konzert des Gospelchors „Les Amabsadeurs pour Christ“, auf dem Martin-Luther-Platz aus. Die Mitglieder der afrikanischen Gesangsgruppe sind, wie berichtet, als Asylbewerber aktuell von Ausweisung bedroht. Ansbachs evangelischer Dekan Matthias Oursin, wertet den Abend der Lichterkette als „ein stilles, aber deutliches Zeichen unserer Solidarität mit unseren ausländischen und jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und unseres Protestes gegen Fremdenfeindlichkeit, menschenverachtende Gewalt und Rassismus“. Unter den gleichen Vorzeichen findet in Ansbach schon am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der St. Johanniskirche ein ökumenischer Gottesdienst statt. Das Thema: „Damit aus Fremden Freunde werden“. Auch in Nürnberg findet am 9. November eine Gedenkveranstaltung statt. Am Gedenkstein der Synagoge auf dem Hans-Sachs-Platz erklingen ab 18.30 Uhr unter dem Motto „Erinnern-Stellung beziehen-sich einmischen“ Lieder, Texte und Gebete. Ausrichter der Veranstaltung sind Kreise der evangelischen Kirche und die „Begegnung von Christen und Juden“. Auch eine Kunstausstellung im „Eckstein“, Eröffnung am Montag, 6. November, 19 Uhr, befasst sich mit der Thematik. Die Schau „Steine des Anstosses“ ist bis zum 2. Dezember zu sehen.

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